Mike Gordens Autorenseite


Mein Blog

13.01.2019: Beschränkung auf das Wesentliche

Du hast mein Blog mit Gewinn gelesen, würdest aber gerne das eine oder andere kommentieren? Das geht nur über die e-Mailfunktion in der rechten Spalte. Der Grund dafür ist eine Geschichte, die ich Dir heute erzählen möchte.

Der Autor von Welt benötigt heutzutage ein eigenes Blog. So steht es überall geschrieben. Also ist es wahr. Ein Blog benötigt ein CMS. Das gehört sich so. Ich habe WordPress gewählt.

Also installieren (Wozu brauche ich eigentlich eine Datenbank?), Plug-Ins aussuchen und einrichten. Nach einigen Tagen hatte ich alles hübsch und funktional fertiggestellt und habe losgelegt. Das erste Aha-Erlebnis kam schon nach wenigen Tagen. Ein Plug-In wollte sich updaten. Nach dem Update waren aber die Einstellungen weg, die ich in den Stylesheets gemacht hatte, weil das Plug-In das nicht anders zuließ. Ärgerlich. Da das regelmäßig passierte, mal ein Plugin, mal auch das gesamte WordPress, fing ich irgendwann an, meine Einstellungen separat zu speichern.

Plötzlich gab es Spam im Gästebuch. Gut, auch dagegen gibt es ein Plug-In. Die Besucher mußten von nun am Captchas lösen. Sicherheit geht vor Benutzerfreundlichkeit.

Dann kam nach einem halben Jahr ein Upgrade des WordPress auf eine neue Version. Installiert, Seite aufgerufen. Alles weg. Das Upgrade hatte die Datenbank zerschossen und zwar so gründlich, daß ich alles komplett hätte neu aufsetzen müssen.

Danach war ich ziemlich angefressen. Zum Glück kann ich dank der Hilfe und Geduld eines lieben Freundes (DANKE Martin!) ein klein wenig CSS und HTML. Damit kommt man überraschend weit. So habe ich anstelle von Plug-Ins eine Reihe statischer HTML-Seiten aufgesetzt und miteinander verknüpft. Insgesamt ein halber Tag Arbeit.

Das Ergebnis siehst Du hier. Es fehlen der Schnickschnack und das Bling-Bling. Kein Gästebuch, kein Kalender und keine Kommentarfunktion mehr. Dafür ist es hübsch und funktioniert reibungslos, zukunftssicher und vor allem schnell. Du kannst nicht automatisch kommentieren, aber ich verspreche, sachliche und höfliche Kommentare, die ich per Mail erhalte, kurzfristig einzustellen.

Mein Blog schreibe ich jetzt direkt in HTML. Das geht ebenso schnell, wie es ins WordPress einzutippen und nachzubearbeiten. Sagte ich schon, daß ich gut schreiben kann?

12.01.2019: Träume II

Jeder Mensch träumt. Träume gehören zu einem gesunden Schlaf wie Essen und Trinken zum Überleben. Die meisten Träume sind eine schlichte Assimilation des Tagesgeschehens. Zusammenhanglose Fetzen von Bildern und Tönen. Um bei der Allegorie zum Essen zu bleiben, sind sie das Fast Food des Schlafes. Belanglose Burger in einem Schnellrestaurant. Pommes ohne Salz.

Gelegentlich spürst Du in einem Traum aber auch unverhofft das reiche Aroma eines teuren Weines. Dann erzählt Dir Dein Traum eine Geschichte. Dann bist Du Teil einer Handlung. Einer Handlung mit unerwarteten Wendungen, die Dich auch nach dem Aufwachen noch lange festhält.

Ich habe mich entschlossen, meine Träume ernst zu nehmen und die Geschichten, die ich darin erlebe, aufzuschreiben. Deswegen träumen auch meine handelnden Figuren und deswegen bedeuten auch ihre Träume manchmal etwas.

Ob noch mehr dahintersteckt? Bleib' gespannt!

04.01.2019: Der innere Autor

Jeder muß seinen eigenen Weg zu seinem inneren Autor finden. Manche(r) ist eine Rampensau und eilt von Lesung zu Messe zu Lesung. Andere sind nur froh, wenn sie allein im stillen Kämmerlein vor sich hinschreiben dürfen. Die meisten werkeln wohl irgendwo dazwischen.

Es gibt jede Menge Regeln, die ein Schreiber angeblich befolgen muß, um ein erfolgreicher Autor zu werden. Lektoren und Graphiker beschäftigen, Verlage anschreiben, jede Menge Unterlagen in einer genau festgelegten Form bereithalten, falls man doch einmal Antwort bekommt, oder sich ein Interessierter auf Deine Heimseite verirrt (die Du natürlich vorher erstellen mußt, professionell versteht sich). Konten anlegen bei Facebook, Instagram, Twitter, Xing, LinkedIn und wie sie alle heißen. Ach ja: und Bücher schreiben. Am besten alle acht Wochen eines. Fehlerfrei und professionell layouted.

Regelmäßig posten. Am besten täglich. Auf jeden Fall aber mehrmals wöchentlich. Am besten überall etwas Verschiedenes. Hübsche Photos von der letzten Lesung auf Instagram. Einen fetzigen Link auf Twitter. Bebilderte Werbeslogans im Gesichtsbuch. Anzeigenschaltungen. Sich daneben als erfahrener Alleskönner präsentieren. »Wenn's schee' macht…« würde mein Mann sagen. »Jedem nach seiner Façon!« sage ich.

Ich halte mich für nicht photogen und meine Sprechstimme finde ich zu monoton. Ich werde meine Werke also nicht unmittelbar als Hörbuch einsprechen und Filmchen von meiner Schreibarbeit einspielen. Ich werde auch nicht jeden Tag posten, sondern nur dann, wenn ich eine gute Idee habe, worüber ich schreiben will. Warum sollte ich die meiste Zeit des Tages etwas tun, von dem ich nicht überzeugt bin?

Aber ich kann eines: Ich kann gut schreiben. Ich kann komplizierte Sachverhalte knapp und allgemeinverständlich auf den Punkt bringen. So habe ich es im Studium gelernt und das hilft mir noch heute. Und ich habe die Phantasie, mir solche komplizierten Sachverhalte überhaupt auszudenken. Und die Geduld, penibel zu recherchieren, ob beispielsweise das Wetter, das ich in einem Nebensatz beschreibe, an diesem Tag und diesem Ort auch tatsächlich so stattgefunden hat. Ich bin sogar begrenzt multitaskingfähig. Ich kann in meinem Kaufmannsladen nebenher Kunden verarzten, Jahresendbuchhaltung machen und Bettwäsche für die Ferienapartments bügeln, während ich gleichzeitig an diesem Text schreibe.

Große Shows mit Photoorgien und endoptimierte Vorstellungsdokumente wirst Du bei mir nicht zu sehen bekommen. Aber ich kann gut schreiben. Sagte ich das schon?

02.01.2019: Träume

Wieder ein Traum, den ich aufschreiben muß. Träume sind wichtig im Leben. Es wäre schade, sie zu ignorieren. Dieser gibt Substanz für eine SciFi-Kurzgeschichte: Eis IXXX heißt sie. Sie beschäftigt mich auch nach dem Schreiben tagelang. Ist es wirklich so, daß nur eine Kleinigkeit schieflaufen muß, so wie der Flügelschlag eines Schmetterlings oder das achtlose Wegschütten eines Bechers mit vermeintlich heißem Wasser, damit die Menschen ihr volles Potential zur Selbstzerstörung freisetzen? Muß es wirklich so zwingend passieren und so zwangsläufig sein, wie der Ablauf eines Computerprogramms?

Soll ich die Geschichte veröffentlichen? Ich lasse es erst einmal. Zu riskant.

27.12.2018: Wie alles begann

Ein Jahr geht zuende. Für mich ist es das Jahr, in dem ich als Autor geboren wurde. Lange habe ich über meiner Geschichte gebrütet. Aus einem Traum entstand zunächst eine Kurzgeschichte. Daraus ein Setup für einen Roman. Dann - während des Schreibens - begann ich, die handelnden Personen besser kennenzulernen. Die Geschichte entwickelte sich. Neue Personen tauchten auf. Ein Mörder. Eine Geheimgesellschaft. Die Handlungsstränge verflochten sich auf immer kompliziertere Weise. So kompliziert, daß es lange gedauert hat, volle 600 Seiten, um zu einem Ende zu kommen, das allen Personen gerecht wird. Auch mir.

Dank des Lektorats meines Ehemanns und der Hilfe vieler, eifriger Testleser wurde die Geschichte geschnitten, geraspelt, gefeilt und poliert zu einem Roman. Aus Mike Gorden, dem Schreiber wurde Mike Gorden, der Autor.

Ende Juni 2018 erfolgte die Veröffentlichung des Romans - zunächst als eBook bei Bookrix. Endless Creative hat mir dafür ein tolles Cover gezaubert.

Was Mike Gorden, der Schreiber nicht wußte, war, daß mit der Veröffentlichung eines Romans die Arbeit erst anfängt. Mike Gorden, der Autor hatte von nun an alle Hände voll zu tun. Zunächst stellte sich die Frage, in welches Genre der Roman eingeordnet werden soll. Darüber hatte sich Mike Gorden, der Schreiber noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum auch? Genres haben die Verlage eingeführt, um die Werke der Autoren besser einordnen zu können. Label drauf und ab in die Schublade. Was aber macht man mit einer Geschichte ohne Genre?

Das auf das allererste Cover geklatschte Label 'Fantasy' entpuppte sich schnell als Fehlgriff. Mike Gorden, der Autor mußte lernen, daß es einen Unterschied gibt zwischen Fantasy und Science Fiction, zwischen Science Fiction und Hard Science Fiction. Die letztere Beschreibung erfaßte einen Teil der Geschichte präzise. Aber was war mit dem großen Rest? War es eine Gay Romance, ein Krimi oder doch eher ein Thriller. Nach etwa sechs Wochen hat sich Mike Gorden, der Autor für letzteres entschieden. Das Label 'SciFi-Thriller' war geboren. Für eine Geschichte, die ganz trefflich zwischen einem halben Dutzend Genres gelandet ist, ist es die beste aller möglichen Beschreibungen.

Die nächste Frage ist ähnlich wichtig und für einen Autor, der zunächst nur für sich selbst geschrieben hat, noch schwieriger zu beantworten. Für wen habe ich meine Geschichte überhaupt geschrieben? Wer wird sie lesen? Wer wird sie mit Vergnügen lesen? Schwule Männer, okay. Ich bin selbst schwul und ich nehme diesbezüglich kein Blatt vor den Mund, auch wenn Sex in meinem Roman nur eine untergeordnete Rolle spielt. Schließlich wollte ich eine spannende Geschichte erzählen und keine Klischeés bedienen.

Was Mike Gorden, den Autor, am meisten überrascht hat ist, daß seine größte Lesergruppe aus Frauen besteht. Gestandene Frauen, die im Leben stehen und gerne lesen. Die größte aller möglichen Zielgruppen.

Die nächste Frage, die sich stellte, ist: Wie macht Mike Gorden, der Selbstveröffentlicher, Mike Gorden, den Autor und sein erstes Buch bekannt? Werbung? Eine eigene Autorenhomepage? Social Media? Mitgliedschaft im Branchenverband? Verlage anschreiben?

Letztlich ist es eine Kombination aus allem. Es gibt Selfpublisher wie Sand am Meer. Wie überall gibt es einige Schlechte, viele Mittelmäßige und einige Gute. Der Umgangston gegenüber Selfpublishern ist allgemein ruppig. Aus der Masse herausstechen tut man in erster Linie mit Fleiß. Peu à Peu habe ich mich überall registriert, Profile angelegt, diese regelmäßig gepflegt, Leserunden abgehalten und mich um Rezensionen beworben.

Das Zentrum aller Maßnahmen ist aber eine gute Autorenhomepage, die ich heute mit diesem Blog erweitere. Ich werde Dich von hier aus mit Neuigkeiten versorgen. Zu meinem ersten Roman. Zu der Fortsetzung, an der ich bereits schreibe. Zu den Figuren in meinen Geschichten. Mit den meisten bin ich nämlich mittlerweile eng befreundet und sie sehen mir jetzt beim Schreiben über die Schulter. Walter lächelt freundlich, Mike lacht, Maurice schaut abwesend. Marie kocht einen Tee und Dr. Lies… naja.

In diesem Sinne: bleib' gespannt! Dein Mike