Mike Gordens Autorenseite


Ich, myself and me

Meine Schriftsteller-Vita

… ist extrem kurz, denn sie hat erst im Jahr 2014 begonnen. Ich verstehe aber, daß Du etwas mehr von mir wissen möchtest, als »Geburt-Schule-Studium-Beruf-Berufung«.

Erste Ausfahrt im neuen Sportwagen

Geboren wurde ich im Jahr 1962 in Bremen als letztes von vier Kindern. Ich lernte früh lesen und schreiben und sobald ich Übung darin hatte, die hiesige Stadtteilbibliothek zu nutzen, gab es kein Halten mehr. Die Autoren meiner Kindheit hießen Enid Blyton, Michael Ende, Otfried Preußler und vor allem Karl May und ich hatte sie alle. Gelesen.

Der mußte raus. Sonst wäre ich geplatzt.

Über meine Schulzeit möchte ich lieber den Mantel des Schweigens breiten. Ich war leider kein unauffälliges, angepaßtes Kind und habe erst spät verinnerlicht, daß es Spielregeln im sozialen Miteinander gibt, die man besser einhält.

An der Universität lief es zunächst ähnlich. Ich bin vermutlich Deutschlands einziger Student, der wegen Strickens aus einer Vorlesung geworfen wurde. Wenn man berücksichtigt, was ich seinerzeit gestrickt habe (siehe Photo), erklärt sich allerdings auch für mich im Nachhinein die Aussage meines Anorganik-Professors, daß er sich dabei nicht auf seine Vorlesung konzentrieren könne.

Die wallenden Locken habe ich bald danach abgelegt und bis zur Diplomprüfung hatte ich mir zum Glück wieder seinen Respekt erstrickt… ähm… verdient, so daß er mich nicht hat durchfallen lassen.

Karneval in Bremen

Damals habe ich Turnierschach gespielt und Klavierspielen gelernt. Von beidem sind mir heute zwar schöne Erinnerungen geblieben, beruflich habe ich mich aber zunächst in Richtung Chemie orientiert.

Bilder von mir im Laborkittel konnte ich immer vermeiden. Das Photo rechts leider nicht. Die Karnevalsparty war der Brüller und ich hatte einen Riesenspaß, in der Disco mit Männern zu tanzen. Heteromännern, die mich aufgrund fortgeschrittener Stunde und vorherigem Alkoholgenusses als Frau identifizierten und abschleppen wollten.

Anfang der Neunziger pianierte ich für etwa ein Jahr bei den Bremer Stadtschmusetanten. Die Musik zu Heinrich August Marschners bekannter Oper »Der Vampyr« war der Höhepunkt meiner musikalischen Karriere und der Beginn eines raschen Abstieges mit Unzucht, Drogen und Gummibärchen.

Mitte der Neunziger stand die Suche nach einem Job an. Ich hatte promoviert und war hungrig auf das Leben da draußen. Nach einer Teilnahme an einer Feier der »500-sten erfolglosen Bewerbung«, die die Jungs aus dem Jahrgang über mir feierten, und dem Verlust einiger Illusionen, wie toll die Chemie als Berufsfeld doch ist, habe ich eine sich bietende Chance ergriffen und auf Kaufmann umgesattelt.

HML - the world of Fetish

Diese Entscheidung habe ich keine Minute bereut. Man ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Ich weiß aber die Freiheit zu schätzen, die man in der Lebensplanung hat. Freiheit und Unabhängigheit sind mir sehr wichtig. Mein Fetisch-Fachhandel ernährt seinen Mann und ich kann von mir behaupten, seit 1997 einen der ältesten, deutschen Online-Shops zu besitzen.

Meine Männer haben meine Launen immer geduldig ertragen (DANKE, Achim! DANKE, Frank!), und mich in allem unterstützt. Auch jetzt, wo ich einen weiteren Traum in meinem Leben umsetze: das Schreiben.

Geschrieben habe ich zu jeder Zeit gerne und viel. Nur mit der Qualität war das am Anfang so eine Sache. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es etwas besser und ich begann, zunächst für kleinere Projekte kurze Texte zu schreiben.

Später wurden die Texte länger und ich schrieb die ersten Geschichten für mich. Nichts Veröffentlichungsfähiges, aber ich merkte, daß mich das Schreiben sehr befriedigt. Ich finde dabei eine Ruhe, die ich in der Hektik des täglichen Einerleis vermisse. Beim Entspannen helfen mir außerdem der beste Mann von allen und die wundervollsten Hunde der Welt.

Dann, im Jahre 2014, waren wir im Urlaub auf einer kleinen, französischen Insel im Ärmelkanal unterwegs, über die ich später noch mehr schreiben werde. Viel mehr. Bei langen Wanderungen entlang der einsamen Granitküste fingen Achim und ich an, uns einen Kriminalfall auszumalen, der an diesem Ort stattgefunden haben könnte. Mir machte das Fabulieren Spaß und ich begann, an einem Exposé zu schreiben und gleich die ersten Kapitel dazu zu entwerfen.

Die besten Hunde der Welt

Leider ging dieses Exposé in den Wirren der Zeit verloren, so daß ich 2016 neu anfangen mußte, als ich mich entschloß, etwas größeres zu schreiben. Das Ergebnis liegt in gebundener Form vor und hat 600 Seiten: Mein erstes Buch, das nach 18 Monaten Tragzeit das Licht der Welt erblickte.

Wie's weitergeht? Lies selbst und bleib' gespannt!
Dein Mike